Apollo

Der Start

Am 16. Juli 1969 war es (endlich) so weit: Wieder stand eine Saturn V vollgetankt an der Rampe 39A; obendrauf die Apollo-Kapsel mit den drei Astronauten Neil Armstrong (Commander), Michael Collins (CSM-Pilot) und Buzz Aldrin (LM-Pilot). Der Start der ersten bemannten Mondlandemission erfolgte um 9.32 Uhr Ortszeit (13.32 Uhr MEZ) und verlief so problemlos wie bei Saturn-Raketen schon beinahe gewohnt. Nach 12 Minuten, um 9.44 Uhr Cape-Kennedy-Zeit, erreichte die S-IVB (die Drittstufe der Saturn V) sowie das damit verbundene CSM (das Raumschiff) den Erdorbit. Dieser Orbit war ein fast perfekter Kreis: Tiefster Bahnpunkt = 187,8 km, höchster Bahnpunkt = 191,8 km.

Dort wurde, wie bei jeder Mission üblich, zunächst einmal ein Systemcheck vorgenommen, der knapp zweieinhalb Stunden dauerte, was fast zwei Erdumläufen entspricht. Nach Abschluss des Checks, der keine Abweichungen der Bordsysteme offenbarte, erhielt die Crew das Go für das TLI-Manöver, den Einschuss in die Mondbahn: Um 16.22 Uhr Cape-Kennedy-Zeit (21.22 Uhr MEZ) zündete das Triebwerk der S-IVB noch einmal für 343 Sekunden (= 5¾ Minuten); danach befand sich die Kombination S-IVB/CSM auf dem Weg zum Mond. Die Geschwindigkeit betrug bei Brennschluss exakt 10.844,5 m/s (das sind 39.040 km/h).

Rund 30 Minuten später, bereits 2.305 km von der Erde entfernt, begann das Docking-Manöver. Mike Collins hatte auf den Pilotensitz (der Apollokapsel) gewechselt. Er koppelte das CSM von der S-IVB ab, drehte es um 180 Grad, koppelte an das LM und zog es aus der S-IVB heraus. Anschließend öffnete Collins den Verbindungstunnel zwischen CM und LM. Apollo 11 befindet sich zu diesem Zeitpunkt schon "rund 37.000 km von der Erde entfernt und rast mit einer Geschwindigkeit von über 9 km/s durch den Raum" Richtung Mond (Jesco von Puttkamer).

 

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